JIM-Studie 2020 von GIM durchgeführt

11.12.2020

Der medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) hat die JIM-Studie 2020 (Jugend, Information, Medien) veröffentlicht, die von der GIM durchgeführt wurde.

Ziel der repräsentativen Studie ist es, jährlich die wichtigsten Kennzahlen zu Mediennutzung, Medienbesitz, Medienumgang und Nutzungsdauer von Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren zu erheben.

In diesem Jahr stand auch der Einfluss der Pandemie auf das Mediennutzungsverhalten der Jugendlichen im Zentrum: 2020 gab es einen deutlichen Anstieg der Ausstattung mit Mediengeräten bei Jugendlichen. In persönlichem Besitz eines Computers oder Laptops waren 72 Prozent der Jugendlichen (Vorjahr 65), ein Tablet besaßen 38 Prozent (Vorjahr 25). Jeder dritte Jugendliche hat inzwischen einen Fernseher mit Internetzugang.

Das Corona-bedingte Ausnahme-Jahr 2020 führte ebenfalls zu deutlich höheren Mediennutzungszeiten. Die tägliche Internetnutzungsdauer stieg von 205 Minuten (2019) auf 258 Minuten deutlich an. 

Auch das lineare Fernsehen erfuhr bei den Jugendlichen einen Zuwachs: In der Selbsteinschätzung der Zwölf- bis 19-Jährigen stieg die durchschnittliche Fernsehdauer werktags 2020 erstmals wieder auf mehr als zwei Stunden an.

Nach der Zusatzuntersuchung JIMplus 2020 (Link) wurde auch in der regulären JIM-Studie der Schul-Kontext unter Pandemie-Bedingungen untersucht. Wie sich zeigt, sind die deutschen Schülerinnen und Schüler weit vom Regelunterricht entfernt: Nur zwölf Prozent der Befragten gab an, täglich in der Schule unterrichtet zu werden, 85 % lernt zumindest zeitweise zu Hause.

Für die repräsentative Studie hat die GIM vom 8. Juni bis 20. Juli 2020 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Deutschland telefonisch oder online befragt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum kostenlosen Download der Studie finden Sie auf der Website des mpfs (Link).

Ansprechpartnerin:
 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Silke Moser
GIM Medienforschung
S.Moser@g-i-m.com

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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Petra Kombert
GIM Medienforschung
P.Kombert@g-i-m.com