Kurz, klar, klüger: Warum Einfachheit Marken intelligenter wirken lässt – drei Best-Practices

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2026
Eine Frau, die vor einer hellblauen Wand steht.

Kompliziert ist nicht gleich klug – im Gegenteil: Wer verständlich kommuniziert, wird als kompetenter wahrgenommen. Das zeigen nicht nur die viel zitierte Studie von Daniel Oppenheimer (2006), sondern auch zahlreiche Insights aus der Produktforschung und Markenkommunikation. Mit drei Best-Practices.

Was bedeutet das konkret für Markenverantwortliche? 

Wer einfach schreibt, wird nicht unter-, sondern überschätzt – im positiven Sinne. Denn: Komplexität erschwert Orientierung. Verständlichkeit hingegen signalisiert: Diese Marke hat Substanz – und Klarheit. Drei Branchen zeigen, wie es geht:

Drei Best Practices: Einfach ist besser

1. Finanzdienstleister
Die Bank ING hat ihre Formulare, Vertragsunterlagen und Produkttexte radikal vereinfacht. Heute spricht sie bewusst in klaren, kurzen Sätzen – und erzielt damit messbar bessere Abschlussraten und höhere Kundenzufriedenheit. Weniger Fachchinesisch, mehr Vertrauen.

2. Food & Retail
REWE setzt in der Kundenansprache konsequent auf einfache Sprache – von der App bis zur Nachhaltigkeitskampagne. Der Verzicht auf Marketingjargon und Buzzing führt dazu, dass Botschaften schneller verstanden und besser erinnert werden.

3. Pharma & Health
Bayer Consumer Health testete Verpackungstexte noch gezielter auf Verständlichkeit. Ergebnis: Kurze, aktive Aussagen wie „Lindert Schmerzen schnell“ wirken glaubwürdiger – und steigern nachweislich die Anwendungstreue, gerade bei komplexeren Over-The-Counter-Produkten.

Fazit: Intelligenz zeigt sich in Klarheit – Würze in der Kürze

Einfachheit ist kein Mangel an Tiefe – sondern Ausdruck von Struktur, Empathie und echter Markenführung. Wer verstanden werden will, muss klar kommunizieren. Gerade in Zeiten der Informationsflut wird Verständlichkeit zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Das zahlt sich aus.

FAQ – typische Fragen von Entscheider:innen aus Marketing, Sales & Co.

Warum wirkt einfache Sprache intelligenter?

Weil Verständlichkeit zeigt, dass jemand seine Inhalte wirklich durchdrungen hat, sie auf den Punkt bringen kann. Studien belegen: Klarheit schafft Vertrauen. Sprache darf nicht als Barriere wirken. Wer sich zu kompliziert ausdrückt, wirkt suspekt – und nicht kompetent.

Gilt kluge Einfachheit auch für B2B?

Unbedingt. Auch in komplexen Industrien möchten Entscheider:innen schnell verstehen, was eine Lösung bringt – ohne sich durch Fachjargon kämpfen zu müssen.

Wie unterstützt GIM dabei?

Wir analysieren beispielsweise, wie Zielgruppen Sprache wahrnehmen – und wir testen, welche Textvarianten besser wirken. Das nennen wir wirkungsorientierte, lebenszentrierte Kommunikation.

Du willst, dass deine Marke besser verstanden – und damit stärker wahrgenommen wird? 

Dann sprich mit uns. Gemeinsam machen wir Komplexes klar – und Botschaften wirksam.

Sebastian Klein

Senior Research Director

Dr. Jörg Munkes

Managing Director

Heidelberg

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