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Use The News: GIM forscht für Leibniz-Studie

Zuletzt aktualisiert: 26. Mai 2021
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19. Mai 2021 | Fabian Oppel
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ie nutzen und verwerten junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren Nachrichten? Antworten darauf liefert die repräsentative Studie #UseTheNews. Das Leibniz-Institut für Medienforschung in Hamburg hat die Studie mit der GIM als Forschungspartner durchgeführt.

Ein Kernergebnis: Gerade einmal die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen findet es wichtig, sich über aktuelle Ereignisse zu informieren. Vielen fehlt bei journalistischen Nachrichten oft der Bezug zur eigenen Lebensrealität.

Hände tippen auf einem Laptop
Bild: Glenn Carstens-Peters/unsplash.

Übrigens: Die tägliche Internet-Nutzungsdauer der Zwölf- bis 19-Jährigen in Deutschland hat 2020 zugenommen, das ergab die JIM-Studie 2020, die das Medien-Nutzungsverhalten der Jugendlichen in Deutschland untersucht. GIM Media hat die Studie durchgeführt, im Radar haben wir auch darüber berichtet.

Vier Arten des Nachrichten-Konsums

Die Studie beschreibt vier Gruppen junger Menschen im Hinblick auf deren Nachrichtenkonsum. Diese Typen unterscheiden sich in den Ausprägungen von Interesse, Nutzung, zugeschriebener Meinungsbildungsrelevanz und Informiertheit.

  • Die „journalistisch Informationsorientierten“ sind gut informiert und haben ein hohes Interesse an Nachrichten. Das heißt, nicht-journalistische Quellen haben für sie eine geringe Relevanz. Dagegen nutzen sie journalistische Quellen intensiv und messen ihnen große Relevanz bei ihrer Meinungsbildung bei.
  • Die nächste Gruppe besteht aus den „umfassend Informationsorientierten“. Sie haben ebenfalls ein hohes Nachrichteninteresse und sind auch gut informiert. Sie nutzen aber sowohl journalistische als auch nicht-journalistische Quellen in großem Umfang und messen beiden große Relevanz für die Meinungsbildung bei.
  • Die „Nicht-Journalistisch Informationsorientierten“ haben ein mittleres Nachrichteninteresse und sind nicht so gut informiert. Sie nutzen keine journalistischen Quellen und schreiben dafür nicht-journalistischen Quellen hohe Relevanz zu.
  • Schließlich die „gering Informationsorientierten“ haben nur wenig Nachrichteninteresse und sind dementsprechend auch nicht gut informiert. Sie nutzen journalistische und nicht-journalistische Quellen nur in geringem Maße.
Infografiken der ARD/ZDF-Onlinestudie 2020
Übersicht über die verschiedenen Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie. Bild: ARD/ZDF-Forschungskommission/GIM

Übrigens: Die Gesamtbevölkerung nutzt das Internet im täglichen Durchschnitt 3,5 Stunden, das ergab die bevölkerungsrepräsentative ARD/ZDF-Onlinestudie, die die GIM im vergangenen Sommer durchgeführt hat. Mehr über die ARD/ZDF-Onlinestudie erfahrt ihr im dazugehörigen Blogpost.

Handlungsempfehlungen für Medien

Klar wird in der Studie des Leibniz-Instituts: Die Peer-Group sowie Familien und Bekannte der jungen Menschen haben für die Meinungsbildung eine höhere Relevanz als journalistische Quellen. Auffällig ist die hohe Relevanz von Influencern für die Meinungsbildung. 41 Prozent der 14- bis 17-jährigen „umfassend Informationsorientierten“ halten Influencer für sehr wichtig für die eigene Meinungsbildung. Insgesamt sehen es die Studienmacher als wesentlichen Handlungsauftrag für Medien, die jungen Menschen in ihrer Lebensrealität abzuholen.

Branchenbild GIM Media
Die GIM Medienforschung war Teil des Teams für die Studie #UseTheNews. Bild: Hero Images.
GIM Media Teil des Forschungsteams

GIM Media war als Forschungspartner des Leibniz-Instituts für die quantitative Datenerhebung verantwortlich. Insgesamt wurden über 1.500 Face-to-Face-Befragungen mit Personen aus den Altersgruppen 14-17 Jahre, 18-24 Jahre und 40-50 Jahre durchgeführt.

Mehr Informationen zur Studie und den Ergebnissen findet ihr auf der Homepage des Insituts.

Bei Fragen und Feedback zu unserer quantitativen Medienforschungsarbeit könnt ihr Euch jederzeit gern an Petra Kombert wenden! :-)

Kontakt

 

Petra Kombert
Senior Research Manager
GIM Medienforschung
P.Kombert@g-i-m.com

Übrigens: Die GIM-Medienforschung bietet ein umfassendes Portfolio qualitativer und quantitativer Methoden und Forschungsfelder. Unsere Medienforschungs-ExpertInnen können vielfältige Referenzen vorweisen: neben der #UseTheNews-Studie bspw. auch die ARD-ZDF-Onlinestudie 2020, die JIM-Studien 2019 und 2020 mit der Corona-Zusatzuntersuchung JIMplus, die die allgemeine Jugend-Mediennutzung repräsentativ untersuchen, sowie die Bookwire-Studie „Listen&Read“ oder die Referenzstudie für Entscheidungsträger für Kampagnen LAE 2020.

Weitere Informationen über Portfolio, Referenzen und Kontaktmöglichkeiten findet Ihr auf der GIM Media-Seite über den Button.

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